Beobachtungsbericht zum 11.08.2004 |
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(Perseiden 2004 in Affeln)
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Hallo Sternfreunde Mein Beobachtungsabend fing wie jedes Jahr an: Die Sachen so ziemlich auf den letzten Drücker packen. Trotz langer Unterhosen, 4 Kameras, Tee und Bananen hatte ich eins vergessen: Den Akku für die Monti und die Objektivheizungen. Schließlich reden alle von Senke, Nebel und Feuchtigkeit bei Affeln. Nachdem ich mir abends kurz telefonisch von Alex die Daten für mein Aldi-Navi geholt habe ging?s los. Kurz nach 22 Uhr stand ich nun auf der Anhöhe und wurde von Alex und Ingo mit Frau Nicole und Töchterchen Sarah begrüßt. Hier wurde schon kräftig gespechtelt. Nein ich meine gespachtelt, und zwar teure Weingummierdbeeren u.ä. die der Alex teuer an der tanke kaufen musste. Die Wetterbedingungen versprachen einen guten Abend, auch wenn Hochbewölkung und drei fette Kondensstreifen zu sehen waren. Zogen die Weg oder kamen die näher? Nachdem die Himmelsrichtungen und Sternbilder ausgemacht waren haben wir bereits mit der leichten Beobachtung begonnen. Es waren die ersten Meteore zu sehen. Das angegebene Maximum um 23 Uhr könnte also realistisch sein. So, nun schnell die Stühle rausgepackt und den Kopf in den Nacken. Ab spätestens 22.45 war klar, dass das Maximums beginnt. Wir haben zahlreiche, auch sehr helle, Meteore gesehen. Unser Beobachterteam wurde nun um Torsten größer. Nachdem das Licht seines Autos abgeschaltet hatte näherte er sich unserer Gruppe und dem Kofferraum meines Autos. Ein kurzer Schlenker seinerseits und mein Wagen samt Inhalt war gerettet. Torsten hatte übrigens ein tolles 15x45 IS von Canon dabei. Wirklich ein klasse Teil. Und damit der Torsten auch besonders viele Schnuppen zählen kann, hatte er zwei Sternschnuppenzählverdoppler dabei. "Plöpp" und schon war der Verdoppler aktiviert. Der Gastbeobachter Jörg aus Hagen hat sich ebenfalls angeschlossen und Alex hat Ihm gastfreundschaftlich einen Stuhl angeboten oder das er sich mit einer Decke an mein Auto anlehnen soll. Wie ich aus der Entfernung nun mitbekommen habe, hatte der Ingo in seinem Auto auch noch Sternschnuppenzählverdoppler Marke Köpi u.a. dabei. Ich brauchte aber keinen, den das Schauspiel bis 23.30 war schon echt überraschend gut. Zwischendurch zogen die Satelliten ihre Bahnen am Himmel oder eine Fledermaus über unseren Köpfen schaute nach den nächtlichen Besuchern. Nachdem sich nun auch der Udo mit Sabine und Tochter Nina eingefunden hatten war unsere Gruppe komplett. Natürlich war auch das Brüllrohr dabei. Dort konnte man sich von dessen Qualität an der Supernova, Cirrusnebel usw. überzeugen. Die Zeit bis Mitternacht war auch geprägt von einem durchziehenden Wolkenfeld. Doch es gab immer ausreichen große Lücken und viele schöne Meteore. Die Sabine und Ihre Tochter haben ihre Beobachtung im Gegensatz zu unserer strengen wissenschaftlichen Ausrichtung mit anscheinend mehr romantischen Augen betrachtet. Es war nicht zu überhören das es große Mühe machte sich immer wieder was neues zu wünschen. Der arme Udo.... Das zeigt aber auch das unzählige Sternschnuppen in allen Himmelsrichtungen aufleuchteten. Hier war eine helle....rechts über Pegasus.... und schon gingen die Köpfe in diese Richtung. Im Augenwinkel ein heller Blitz, ein Ausruf "mit Nachleuchten" und schon flogen die Köpfe wieder rum. Es gab überall am Himmel Aktivität, soviel habe ich selber seit Jahren nicht mehr gesehen. Ich ärgere mich heute über meine Faulheit nicht die Kameras aufgebaut zu haben. Da wären viele helle Perseiden drauf gewesen. Besonders wenn ich meine Kameras in die entgegengesetzte Richtung von Alex ausgerichtet hätte. Aber trotzdem hat er wohl einige eingefangen. Oder ist es nur Pixelrauschen? In der Zeit ab Mitternacht und danach mussten sich leider auch nach und nach die ersten verabschieden, da die Arbeit am nächsten Tag ruft oder die Kinder ins Bett müssen. Es ging ab 1 Uhr bis ca. 3 Uhr richtig gut weiter. Die schöne Milchstraße mit den Hell/Dunkelwolken, schöne Horizontsicht und warme Kleidung ließen die Beobachtungsfreude nicht abreißen. Es waren viele Helle Meteore, teilweise mit Nachleuchten zu sehen. Beobachtungsrichtung Zenit mit Blick auf den mittlerweile hoch stehenden Radianten Perseus. Ein oder zwei helle die ich nicht direkt gesehen habe, leuchteten als Blitz auf dem Wagenlack auf. Bei einer konnte man noch sekundelang das Nachleuchten sehen. Auch der Versuch mal in die andere Richtung zu schauen brachte Erfolg. Im Bereich Westen mit Blick auf den Adler bis zum Horizont war genauso erfolgreich. Der nun aufgehende Mond, eine schmale rote Sichel über dem Wald am Horizont, brachte keine schlimme Aufhellung. Hier haben der Alex und ich mal drüber nachgedacht, dass schmale Mondsicheln auch reizvoll sein könnten. Vielleicht kann einer mit einem Astroprogramm mal die Sichtbarkeiten vor und nach Neumond ausrechnen. Gegen 3 Uhr habe ich meine Sternfreunde aus Olpe angerufen die auch dieses Jahr an gleicher Stelle die Sternschnuppen beobachtet haben. Deren Meinung : genial. Das sagt schon alles. So möchte ich auch meinen persönlichen Bericht beenden. Ergänzungen sind jederzeit willkommen. Viele Grüße, Ralf |
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