Ausstattung der PLUS optischen Notebook-Funkmaus mit einem Ausschalter

 

Beim Markendiscounter „PLUS“ gab es am 26.08.2004 eine optische Funkmaus für Notebooks in recht kleiner Bauform für 14,99€.
Als guter Hobbyastronom hat man natürlich oft ein Notebook zum steuern der GOTO, als Sternkartenprogramm, für die Kamerasoftware oder die Webcam dabei.
Um dem ganzen Kabelsalat Herr zu werden musste natürlich so eine Maus her :-) Der Empfänger ist auch hübsch klein – ein einfacher USB-Stick.

Diese Maus hat aber ein Problem:
Sie kennt drei Modi: Aktiv – Standby und „schlafen“. Aktiv ist sie bei Bewegung – ganz klar. Wird sie für eine gewisse Zeit nicht bewegt, geht sie in Standby, was weniger Strom verbraucht. Dabei wird einfach nur die Funkverbindung abgeschaltet und bei Bewegung wieder aufgenommen.
Wird die Maus länger nicht benutzt, legt sie sich „schlafen“ und verbraucht nur noch 260 Microampere Strom aus den beiden AAA-Batterien. Aber immerhin.

Jetzt der Haken:
Die Maus wacht bei Tastendruck immer wieder auf und schaltet auf „Aktiv“ – zieht also jede Menge Strom.
Ungünstig ist es, wenn man die Maus verstaut und dabei immer wieder auf die Tasten kommt. Auch durch Eigenbewegungen der Maus in der Tasche – „klick“ – Maus wieder an *grrr*
Da hat man also die gute Maus verstaut, begibt sich auf Reise und wenn man ankommt sind die Batterien leer, weil durch die üblichen Astronomen-Feldwege die Maus so durchgeschüttelt wird, dass sie dauernd wieder an geht. In meiner Notebooktasche war auf jeden Fall immer Licht ;-)

Es muss also ein Ausschalter her, weil man ja nicht dauernd die Batterien rausnehmen will (und womit dahin??)
Den liefert Plus aber schon mit…

 

Die Original-Maus

Gibt es in Silber und Blau, mit 5 Tasten (Links, Rechts, Rad, Vor, Zurück)

 

Erstmal alles zerlegen. (wie immer)

Die Schrauben für das Gehäuse sind unter den Rutschpads am Batterieende der Maus versteckt.
Also die abknibbeln und die Maus aufgeschraubt.

Die Batterien sollte man vorher entfernen.

Zwischen den Schrauben sieht man die Kontaktflächen für eine etwaige Ladestation – die es aber nicht gibt :-)

 

Ist die Maus aufgeschraubt, zerfällt sie in Ihre Bestandteile.

Das Gehäuse ist am oberen ende eingehakt, man muss es von der Schraubenseite her aufklappen.

Oben sieht man den Schalter, der zum Umschalten zwischen Akkus und Batterien dienen soll. Da es aber kein Ladegerät als Zubehör für diese Maus gibt, sind Akkus darin Unsinn – ebenso der Schalter zum Umschalten zwischen Betrieb mit Akkus und Batterien, wie so schön in der Bedienungsanleitung beschrieben.

Diesen Schalter funktionieren wir zum Ausschalter um.

 

Der Schalter ist nur mit den beiden Kontaktflächen für die Ladestation verbunden.

Wie gezeigt ritzt man jetzt die äußere Leiterbahn vor dem Schalter, welche zu den Kontaktflächen führt zweimal durch und entfernt das Zwischenstück.
Wenn man das Zwischenstück mit der Lötspitze heiß macht, bleibt es einfach am Lötkolben kleben und löst sich von der Platine.
So Hat man die Leiterbahn sauber getrennt – mit Zwischenraum.

 

An die vom Schalter abgewandte Leiterbahn kann man ein kleines Drähtchen anlöten, nachdem man mit dem Messer den Lack etwas abgeschabt hat.

Die andere Seite der durchtrennten Bahn bleibt frei.

 

Diesen Draht lötet man auf der Unterseite an den rechten Pin des Schalters an.

 

Danach baut man alles wieder schön zusammen. :-)
Dabei drauf achten, dass der Plastikschieber in der richtigen Stellung in den Schalter greift.
Auf der Unterseite der Maus habe ich die alten Symbole für „Akku“ und „Batterie“ übermalt und an den Schalter eine Markierung für „An“ und „Aus“ geschrieben.
Füße wieder draufkleben – und fertig ist die abschaltbare Funkmaus.

Lang lebe die Batterie! :-)



Viel Spass beim Nachbauen :-)


 © 2004 by Markus Appl •

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